Unwetternacht über Kirchberg am Wagram

Unwetternacht über Kirchberg am WagramEin mehr als kräftiger Regenguss in der Nacht von Samstag, dem 23. Auf Sonntag, den 24. Juli 2016 sorgte für eine kurze Nacht für die Kameraden der Feuerwehren der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram. Nachdem Blitz und Donner bereits eine Zeitlang gewütet hatten, ging die erste Alarmierung für die Feuerwehren Kirchberg und Engelmannsbrunn um 1:52 Uhr ein. Dass diese auf eine „Fahrzeugbergung“ lautet, mag für ein Unwetter zwar ungewöhnlich sein, hatte aber doch mit dem starken Regen zu tun: Die Pumpen in der Eisenbahnunterführung in der Neustifterstraße hatten den plötzlichen Wasserschwall nicht mehr abtransportieren können, weswegen ein See entstanden war. Dieser wurde einem Autofahrer zum Verhängnis.

Er konnte das Wasser zwar durchqueren, dann streikte das Fahrzeug aber. Im strömenden Regen schleppten die Kameraden das defekte Kfz einmal um die Ecke in ein nahegelegenes Autohaus. Per Funk kamen dann bereits die nächsten Einsatzadressen herein. Die Feuerwehr Kirchberg musste zwei Keller in der Nähe des Sportplatzes auspumpen, die Feuerwehr Engelmannsbrunn wurde zu einem Sturmschaden und zu einem Wassereintritt in einen Keller beordert. Für die Engelmannsbrunner Kameraden war die Nachtschicht damit beendet.

Am anderen Ende des Einsatzgebietes ging es aber erst richtig los. In Oberstockstall trat, wie vor einem Jahr, der Krampugraben aus seinem Bett. Diesmal blieb die Überflutung aber kleinräumiger und hinterließ weit nicht so viel Schlamm. In einem Wohnhaus in der Nussallee wurde dafür der Keller eines Hauses völlig geflutet. Selbst mit drei Pumpen (Oberstockstall, Mitterstockstall, Kirchberg) dauerte es bis ins Morgengrauen bis die Wassermassen aus dem geräumigen Objekt abgepumpt waren. Die Feuerwehr Mitterstockstall musste schließlich ins eigene Dorf abrücken, weil auch dort der Bach über die Ufer trat. Kurz nach 4 Uhr wurde schließlich auch die Feuerwehr Unterstockstall mit dem Alarmstichwort „Hochwasser“ alarmiert. In beiden Orten wurden allerdings nur Straßen überschwemmt und keine Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch dauerten die Aufräumarbeiten auch dort bis in die Morgenstunden. Insgesamt standen rund 50 Kameraden von 5 Feuerwehren im Einsatz.

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Information

Text: Stefan Nimmervoll, Foto: Stefanie Buchmeier, Markus Wallerer, Steffi Zeitlinger, Rupert Reinberger
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