Bange Minuten bei Brand in Neustift im Felde

Brand Neustift im FeldeDramatische Szenen spielten sich am Abend des 9. Dezember gegen 22.45 Uhr in einem Einfamilienhaus in Neustift im Felde ab: Im hinteren Außenbereich des Hauses war laut Angaben der Hausbesitzerin eine Matratze von einer Zigarette in Brand gesetzt worden und hatte abgelagertes Holz entzündet. In weiterer Folge hatte sich das Feuer rasch auf den darüber liegenden Stiegenaufgang und die Verschalung des Daches ausgebreitet. Durch ein geborstenes Fenster zogen dichte Rauchschwaden in die Räume des Hauses. Unverzüglich nach Absetzen eines Notrufes heulten die Sirenen in Neustift, Altenwörth un Winkl. Bereits für die Mannschaft des ersteintreffenden Fahrzeuges aus Neustift war die Gefährlichkeit der Situation erkennbar: Eine an mobile Sauerstoffversorgung angewiesene alte Dame befand sich noch im immer dichter werdenden Rauch – ihre Tochter weigerte sich das Haus ohne sie zu verlassen. Sofort wurde eine Erhöhung der Alarmstufe von B2 auf B3 veranlasst und somit auch die Feuerwehr Kirchberg am Wagram und Kollersdorf alarmiert. Intuitiv entschieden sich zwei Kameraden der Feuerwehr Neustift und ein Polizist der ebenfalls eintreffenden Streife Kirchberg am Wagram in das Zimmer vorzudringen um die Frau zu retten. Innerhalb kürzester Zeit konnte die Dame gefunden und mit ihrem Sauerstoffgerät aus dem Brandobjekt gebracht werden. Beide Frauen wurde den wenig später eintreffenden Kräften des Roten Kreuzes übergeben. Da der genaue Brandherd zu diesem Zeitpunkt noch nicht lokalisiert war, wurde mit der Brandbekämpfung von zwei Seiten begonnen. Ein Atemschutztrupp ging mit einem Hochdruckschlauch ins Innere des Hauses vor, während ein anderer Trupp durch den Garten zum Außenangriff vorging. Der Rest war Feuerwehr-Routine: Beide Trupps trafen am Stiegenaufgang zusammen und löschten gemeinsam das soeben durchschlagende Dach am Feuer und das gelagerte Holz ab. Zur Sicherheit wurde die Wärmebildkamera des Feuerwehrabschnittes Kirchberg am Wagram hinzugezogen um keine Glutnester zu übersehen. Nachdem die Räume mittels Überdruckbelüftung rauchfrei gemacht wurden, konnten die meisten Hilfskräfte gegen Mitternacht den Einsatzort verlassen. Ausgerückt waren 65 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren.

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Information

Text: Stefan Nimmervoll, Foto: Jürgen Pistracher


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